Das Dreigestirn der Stadt Rösrath 2017

Wir freuen uns, Ihnen unser Dreigestirn im Folgenden etwas ausführlicher vorstellen zu können:

Prinz Patrick I. (Patrick Wilden)

Selbständiger Immobiliensachverständiger

 

Vom Tellerwäscher zum Prinzen!

 

Patrick Wilden wurde 1964 in Bensberg geboren und wohnte mit seinen Eltern zunächst in Rösrath im Hinterhof bei Oma Finchen. Dann ging es nach Köln „Am Duffesbach“, anschließend nach Pulheim-Stommeln und ab 1969 zurück nach Rösrath. Hier übernahm Mutter Thea die bekannte Gaststätte „Weißer Hirsch“ und Vater Manfred gründete ein Immobilienunternehmen in Köln.

 

Dann folgte das Kapitel Schule, das überschlagen wir allerdings aus Höflichkeit. Nach der Schule ging es grundsätzlich raus zum Kicken. In der SV-Union Rösrath, dem TuS Altenrath und diversen Freizeitmannschaften wie den Roten Teufeln oder auf dem Sommerberg wurden die Knochen unter Profibedingungen strapaziert, Geld war damit allerdings nicht zu verdienen.

 

Nachdem er in der Kneipe groß wurde und die Vorzüge der Selbstverpflegung genoss, erlernte er ab 1982 im Börsenrestaurant in Köln den Beruf eines Kochs. Alle Begleiterscheinungen eines begnadeten Kochs wurden ihm beigebracht und was ist er heute? Immobiliensachverständiger……

 

1989 lernte er in der Tanzgruppe seine Frau Sandra (eine echte Hoffnungsthalerin) kennen und lieben. Aus rein missionarischen Gründen wurde 1995 geheiratet, Kinder blieben aus. Dafür wurde das gemeinsame Hobby Golf begonnen und seither mit Begeisterung im In- und Ausland betrieben. 1991 führte der Weg in das väterliche Immobilienunternehmen, eigentlich als vorübergehendes Experiment gedacht. Doch schon bald nach Erlernen des Handwerkszeugs sollte das sein Beruf werden.

 

1999 führte der Weg in die selbständige Tätigkeit als Immobiliensachverständiger mit der Gründung eines eigenen Sachverständigenbüros. 2004 folgte er dem Ruf eines Freundes nach USA = unterer süddeutscher Abschnitt = Bayern, um mit ihm eine Sachverständigensozietät zu gründen. Nach 3 Jahren in Kiefersfelden in Oberbayern war es als Rheinländer wieder Zeit nach Rösrath zu ziehen. Seit einigen Jahren wird die Immobilienbewertung nun aus dem Büro über den Dächern von Rösrath angeboten.

 

Der Weg in den Karneval führte 1979 über die karnevalsverrückte Mutter Thea sowie den Vater Manfred bei mitunter unfassbaren Karnevalspartys in der Stümpenklause in die Grosse Rösrather Karnevalsgesellschaft. 1987 erfolgte dann der nächste Sprung innerhalb der Gesellschaft als Tänzer in der Tanzgruppe „Häppie Däänz“. Seit 2010 ist er im Vorstand aktiv, er ist fleißig beim Wagenbau dabei, hat beste Aufnahme in den Senat gefunden und darf den Kindheitswunsch „Einmol Prinz zo sin“ in einem Dreigestirn der Stadt Rösrath jetzt realisieren.

 

Leider können die geliebten Eltern es nicht mehr erleben, wenn ihr „Lang“ Patrick als Prinz durch die Säle zieht.

Bauer Wolfgang (Wolfgang Büscher)

Leitender Stadtverwaltungsdirektor

 

Bauer mit Leib und Seele

 

Wolfgang Büscher wurde 1956 in Rösrath im heutigen Wöllner-Stift geboren. Aufgewachsen ist er auf dem Hof seiner Eltern -  nämlich in Rösrath-Rambrücken.

 

Sein Vater erkannte früh die Probleme der Landwirtschaft und riet seinem Sohn Wolfgang zunächst einmal eine Ausbildung außerhalb der Landwirtschaft zu machen. So zog es ihn beruflich nach Köln; er lernte bei der Stadt Köln die Verwaltungsarbeit kennen und wurde Beamter. In mehr als 20 unterschiedlichen Aufgabengebieten hat sich Wolfgang seither sehr erfolgreich engagiert - unter anderem war er auch als Aufbauhelfer in der Wendezeit ein halbes Jahr in der DDR (Berlin-Treptow). Er kennt fast alle Tricks und Schliche in der Verwaltung und deshalb ist er heute Leitender Stadtverwaltungsdirektor. Also ein hohes Tier….

 

Aufgrund seiner kräftigen sportlichen Statur bekam er schnell den Künstlernamen „Bulli“ verliehen. Innerhalb der Stadtverwaltung übernahm er u.a. die Leitung der Sparte Golf in der Betriebssportgemeinschaft. Wolfgang hatte nämlich ein paar Jahre zuvor seine Leidenschaft zum Golfen entdeckt. Die Sparte führte er karnevalistische 11 Jahre und er nimmt auch heute noch an vielen Turnieren teil. Darüber hinaus bekommt er große Augen beim Fußball und er besucht mit Freunden seit mehr als 10 Jahren die Länderspiele der Deutschen Nationalmannschaft und ist mit einer anderen Truppe regelmäßig bei Ligaspielen im europäischen Ausland unterwegs. Man hat ja sonst keine Hobbies….

 

Doch was ist schon Golf und Fußball, wenn man in Rösrath wohnt und sich als engagierter Bürger einbringen will, dann ruft die Politik schnell nach „Bulli“, egal ob als Stürmer, Dribbler oder Verteidiger, egal ob als Mitglied des Stadtrates, Erster stellvertretender Bürgermeister oder als Mitglied im Kreistag; sein Wirken in der Politik ist auf jedem Posten von Verantwortung und hohem Sachverstand geprägt.

 

Ja und dann wäre da noch etwas: Während „Bulli“ früher gerne und ausgiebig Karneval feierte, entschloss er sich im Jahre 2010, als die Grosse Rösrather KG „auf der Kippe stand“ auch hier Verantwortung zu übernehmen. Er übernahm vom Notvorstand den Vorsitz in der Gesellschaft und kann heute mehr als 6 Jahre später mit seinem kleinen aber sehr tatkräftigen Vorstandsteam auf eine erfolgreiche Arbeit zurück blicken.

 

Privat ist Bauer Wolfgang seit ca. 1 Jahr verwitwet. Seine geliebte Frau Beate hat ihm zwei großartige Kinder geschenkt, sein Sohn Marius hat einige Jahre als Bassist bei der Mundartband „Kölsche Bengels“ gespielt und seine Tochter Maike hat nach dem Studium wie der Papa eine Stelle als Beamtin bei der Stadt Köln angetreten. Wie der Vater so die Tochter….

 

Der Bauer Wolfgang der Grossen Rösrather Karnevals-Gesellschaft 1970 e.V.

Jungfrau Berti (Marco Nussbaum)

Verwaltungsfachwirt

 

Vom Fussballstar zur Jungfrau Berti

 

Marco Nussbaum wurde 1974 in Porz, einem kleinen Städtchen unweit von Rösrath geboren. Das Bergische Land lockte und die Familie zog nach Bleifeld.

 

Klein-Marco fing schon früh an im TV Hoffnungsthal zu kicken, mit 5 Jahren, 1 Jahr früher als erlaubt. In seiner Fußballerlaufbahn waren dann so einige Highlights zu verzeichnen. Das Schlagerspiel gegen den 1. FC Köln wurde mit einem sehenswerten Tor von Berti zwar 1:10 verloren, aber sein Tor wird immer in Erinnerung bleiben. Ach ja, dann wurde auch gegen den FC Barcelona gespielt und 2:1 gewonnen. Beide Tore erzielte Marco.

 

Brennender Ehrgeiz und reale Zukunftsgedanken führten dann doch zum Entschluss, etwas Vernünftiges zu lernen. 1991 begann er die Ausbildung beim Landschaftsverband Rheinland; hier ist er heute als LVR-Teamleiter  dafür zuständig, dass behinderte Schülerinnen und Schüler durch Fahrdienste zu den LVR-Förderschulen und behinderte Kindergartenkinder zu heilpädagogischen oder inklusiven Kindertagesstätten befördert werden.

 

Der Name Berti, den er jetzt mit Stolz als Jungfrau trägt, wurde ihm in der Fußballsaison 2000/2001 beim TuS Immekeppel verpasst. In der Mannschaft hieß damals jeder Dritte Marco. Darum kriegte jeder Marco einen Künstlernamen, damit er sich angesprochen fühlte, wenn der Trainer mit ihm sprach. Aufgrund seiner Art Fußball zu spielen wurde er schnell zum Hans-Hubert, kurz Berti. Heute gibt es viele Fußballer in der Stadt in der Altersgruppe zwischen 20 und 50, die Berti wohl nicht mit richtigem Namen kennen.

 

Und dann kam es wie kommen musste: Der Karneval rief. Marco und Sohn David fuhren zum ersten Mal  2011 gemeinsam auf den Karnevalswagen der Grossen Rösrather in Hoffnungsthal und Forsbach mit.  War Marco sein Leben lang eigentlich Jeck, hatte er bis dahin jedoch keinerlei Kontakte in Richtung organisiertem Karneval. Nachdem er das dritte Mal mit seinem Sohn bei den Grossen Rösrathern mitfahren durfte, unterschrieb er Rosenmontag im Jahr 2013 einen dieser sagenumworbenen Bierdeckelverträge als Anmeldeformular. Seine Frau Juliane folgte ein Jahr später - ebenfalls Bierdeckelvertrag am Rosenmontag (scheint die Masche der Grossen Rösrather zu sein – und setzt sich immer wieder durch).

 

Sehr überrascht war Marco über das Angebot, als Jungfrau Berti im Dreigestirn 2017 mitmachen zu dürfen. Nach kurzer Bedenkzeit sagte er freudig zu.

 

Die Karnevalisten in Stadt und Land werden Jungfrau Berti kennen- und lieben lernen.

 
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© Grosse Rösrather Karnevalsgesellschaft 1970 e.V.